Denkmal KZ Płaszów/ Krakau v. 1964

Dr. des. Dennis Dierks

Osteuropäische Geschichte
Denkmal KZ Płaszów/ Krakau v. 1964
Foto: Raphael Utz
Dennis Dierks, Dr. des.
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Fax
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Bachstraße 18k
07743 Jena
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Kurzvita

  • 1999-2005 Studium der Geschichte, Islamwissenschaft, Turkologie und Slawistik in Mainz, Dijon und Wien; Sponsion zum Mag. phil. an der Universität Wien; Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

  • 2006-2009 Stipendiat des DFG-Graduiertenkollegs „Kulturelle Orientierungen und gesellschaftliche Ordnungsstrukturen in Südosteuropa“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

  • 2009-2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Europäische Geschichte, Mainz im Projekt Übersetzungsleistungen von Diplomatie und Medien im vormodernen Friedensprozess. Europa 1450–1789 (gefördert durch das BMBF).

  • 2011-2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschung und Lehre am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
  • Seit 2016 Sprecher des Jean-Monnet-Netzwerks „Applied European Contemporary History“ (AECH), gefördert durch die Europäische Union.

  • Seit 2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter (eigene Stelle) im DFG-Schwerpunktprogramm Transottomanica mit dem Projekt „Die muslimische Moderne als lokale und translokale Praxis. Transimperiale Verflechtungen von Modernisierungsdiskursen zwischen Russland, der Habsburgermonarchie und dem Osmanischen Reich“, Sprecher der Arbeitsgruppe Wissenszirkulation.
Forschung Inhalt einblenden

Forschungsschwerpunkte

  • Kulturen des Erinnerns und Geschichtspolitiken in multikulturellen, Post-Konflikt- und Transformationsgesellschaften (Schwerpunkt Bosnien-Herzegowina);
  • kulturelle Modernisierungsprozesse europäischer Muslime im 19. und 20. Jahrhundert;
  • interkulturelle Dimensionen von Diplomatiegeschichte in der Frühneuzeit.

Aktuelle Projekte

Die muslimische Moderne als lokale und translokale Praxis. Transimperiale Verflechtungen von Modernisierungsdiskursen zwischen Russland, der Habsburgermonarchie und dem Osmanischen Reich (Förderer: DFG, Laufzeit 2017-2020)

Studien zur Genese der verschiedenen muslimischen Modernen konzentrieren sich oftmals auf die Protagonisten der Reformbewegungen in den kulturellen Zentren der islamischen Welt. Dieses Forschungsprojekt nimmt eine anderen Perspektive ein und untersucht Modernisierungsdiskurse in den europäischen Peripherien der islamischen Welt im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ausgangsthese ist dabei, dass muslimische Intellektuelle in diesen Regionen Teil einer das postosmanische Europa und das Osmanische Reich umfassenden Diskursgemeinschaft waren, die von der Gemeinsamkeit des Osmanischen als Eliten- und Kultursprache, der Erinnerung an eine gemeinsame Geschichte und den Bezug auf den osmanischen Sultan-Kalifen als Integrationsfigur getragen wurde. Ziel der Untersuchung ist es nachzuzeichnen, wie Vorstellungen einer anzustrebenden Verfasstheit von Staat und Gesellschaft sowie von Kultur und Fortschritt in dieser transimperialen Diskursgemeinschaft ausgehandelt und schließlich den Gegebenheiten der jeweiligen lokalen Gesellschaften angepasst wurden, um so popularisiert werden zu können.

Mehr Informationen hier.

 

Jean-Monnet-Netzwerk „Applied European Contemporary History“

(Förderer: Europäische Union, Laufzeit:  2016-2019)

Im Mittelpunkt des Netzwerkprojektes steht der Versuch, im Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis den öffentlichen Umgang mit solchen historischen Erfahrungen zu diskutieren, die einen positiven Zugang zur europäischen Geschichte blockieren. Gleichzeitig sollen am Beispiel der europäischen Kriegs- und Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts in einem grenz- und disziplinenübergreifenden Gespräch die Ansätze der Public history methodisch geschärft und inhaltlich weiterentwickelt werden. Dem Netzwerk gehören HistorikerInnen, Sozial- und KulturanthropologInnen, KulturwissenschaftlerInnen und PolitikwissenschaftlerInnen sowie MitarbeiterInnen geschichtskulturell aktiver NGOs aus Belgien, Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Polen und Serbien an.

Weitere Details zum Arbeitsprogramm hier.

Publikationen Inhalt einblenden

Publikationen (Auswahl)

Monographien

  • Nationalgeschichte im multikulturellen Raum. Serbische Erinnerungskultur und konkurrierende Geschichtsentwürfe im habsburgischen Bosnien-Herzegowina 1878–1914. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2018 (Kultur- und Sozialgeschichte Osteuropas / Cultural and Social History of Eastern Europe, 7). (im Erscheinen)

Aufsätze

  • Die Formung von Geschichtsdenken durch den Transfer und die Wiederaneignung von Wissen. Das Beispiel Bosnien-Herzegowina. In: Carstensen, Christian u.a. (Hgg.): Transfer und Wiederaneignung von Wissen. Altenstadt 2011, S. 181-193.
  • Zerstörung und Wiederaufbau der Ferhadija-Moschee. In: Religion & Gesellschaft in Ost und West, Nr. 2 (2011), S. 12-14.
  • Übersetzungsleistungen und kommunikative Funktionen osmanisch-europäischer Friedensverträge im 17. und 18. Jahrhundert. In: Espenhorst, Martin (Hg.): Frieden durch Sprache? Studien zum kommunikativen Umgang mit Konflikten und Konfliktlösungen. Göttingen 2012 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Universalgeschichte, 91), S. 133-174.
  • Friedensbild und Herrscherbild in osmanisch-habsburgischen Friedensverträgen des 16. und 17. Jahrhunderts. In: Spannenberger, Norbert/Strohmeyer, Arno (Hgg.): Frieden und Konfliktmanagement in interkulturellen Räumen. Das Osmanische Reich und die Habsburgermonarchie in der Frühen Neuzeit. Stuttgart 2013 (Forschungen zur Geschichte und Kultur des Östlichen Mitteleuropa, 45), S. 311-332.
  • (gemeinsam mit Konrad Petrovszky und Nikolas Pissis) Orientierung in der Zeit. Zeitwahrnehmung und Geschichtsdeutungen im Osmanischen Europa. Fragestellungen und Forschungsstand. In: Helmedach, Andreas u.a. (Hgg.): Das Osmanische Europa. Methoden und Perspektiven der Frühneuzeitforschung zu Südosteuropa. Leipzig 2013, S. 305-332.
  • (gemeinsam mit Sabine Willenberg): Bosnien-Herzegowina nach 1989. In: Himstedt-Vaid, Petra/Hinrichs, Uwe/Kahl, Thede (Hgg.): Handbuch Balkan. Wiesbaden 2014 (Slavistische Studienbücher, NF, 23), S. 255-288.
Lehre Inhalt einblenden

Sommersemester 2019

  • Übung: Kriegs- und Gewalterfahrungen des 20. Jahrhunderts und die Frage nach einer „europäischen Erinnerung“ (in Verbindung mit einer von der EU geförderten internationalen Sommerschule in Belgrad)
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